Ich bin Benjamin und studiere Politik-wissenschaft in
Münster.Bei SchLAu engagiere
ich mich seit Januar 2009 und seit April 2009 bin ich auch
als Sprecher auf Landesebene tätig. Dass die Arbeit bei
SchLAu wichtig ist, erfahre ich
nicht nur in den Aufklärungsveranstaltungen in den Schulen,
sondern auch im ganz normalen Alltag: Küssende Männer lösen
Ekel aus, Lesben seien insgeheim auf der Suche nach dem
richtigen Mann und viel zu oft wurde ich schon gefragt,
warum ich mich für meine Homosexualität entschieden hätte
und nicht für ein normales Leben… Weil Toleranz für mich
aber mehr bedeutet, als gleichgeschlechtlich heiraten zu
dürfen, weil Schwul- und Lesbischsein natürlich und gut ist
und weil ich glaube, dass Vielfalt eine große Stärke unserer
Gesellschaft ist, bin ich bei SchLAu.
Denn die direkte Begegnung mit homosexuellen Frauen und
Männern gibt den Schülern die Möglichkeit, sich selbst ein
Bild zu machen – jenseits von Medien, Eltern und Klischees.
Und wenn am Ende ein Schüler zu mir sagt: „Hey, du bist ja
ein ganz normaler Mensch!“, dann sind wir der Gesellschaft,
in der ich gerne leben möchte, immerhin schon ein Stückchen
näher.
Ich bin Miriam, 25 Jahre alt und habe Sozialarbeit, mit einem besonderen
Schwerpunkt auf Interkultureller Pädagogik, studiert. Durch die Erzählung einer
Freundin wurde ich zum ersten Mal auf die Arbeit von SchLAu aufmerksam und
entschloss mich nach einiger Zeit dazu selbst mitmachen zu wollen. Zunächst als
Aufklärerin im Lokalprojekt Köln, wodurch ich wertvolle Erfahrungen in der
Schulaufklärung sammeln konnte und viele engagierte Menschen kennengelernt habe,
die durch ihre Einsatz maßgeblich zum Gelingen des Projekts beitragen. Seit
Herbst 2010 bin ich nun auch bei SchLAu NRW tätig weil ich der Überzeugung bin,
dass SchLAu einen nachhaltigen Beitrag zur Antidiskriminierung leistet und uns
einer Gesellschaft, in der Vielfalt als Ressource und selbstverständliche
Normalität wahrgenommen wird, ein Stück näher bringt. Es ist mir ein Anliegen
SchLAu bekannter zu machen, die Vernetzung zwischen den Lokalprojekten zu
fördern und zur Weiterentwicklung von SchLAu beizutragen.
Ich schätze an SchLAu vor allem
das Engagement gegen Diskriminierung, den Einsatz für
Anerkennung und Gleichberechtigung und das Eintreten für
eine nachhaltige, gesellschaftliche Vielfalt. Es sind für
mich Themenkomplexe, die viele, wenn nicht alle
Lebensbereiche tangieren, wenn nicht durchdringen. Eine
wichtige Aufgabe von SchLAu ist
es, gesellschaftliche Normen in Fragen des Geschlechts zum
Thema zu machen und damit dazu beizutragen, dass allem voran
die Heterosexualitätsnorm hinterfragt wird. Es sind die
ausschlaggebenden Gründe, die mich dazu bewegen und
gleichzeitig immer wieder dafür motivieren, bei
SchLAu
aktiv am Prozess der Gestaltung teilzunehmen und mich auf
diesem Wege um gewinnbringende Veränderungen der
Gesellschaft zu bemühen. Zu meinen Tätigkeitsbereichen als
Landesfachstelle gehört hauptsächlich die Koordination des
Projektes auf Landesebene, inklusive der Informations- und
Öffentlichkeitsarbeit. Seit Oktober 2004 absolviere ich an
der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster das Studium
der Sozialwissenschaften, Germanistik, Pädagogik, und der
Interkulturellen Pädagogik.
Mein Name ist Sebastian Kosanetzky, ich bin 23 Jahre alt und studiere Medizin in
Bonn. Meine Schulzeit habe ich im Bergischen Land verbracht und dabei selbst
erlebt, wie schwer es für homosexuelle Jugendliche sein kann, zu ihrer
Homosexualität zu stehen. Auch wenn ich persönlich überwiegend positive
Erfahrungen gemacht habe, halte ich es für eine wichtige Aufgabe, Vorurteile
gerade unter Jugendlichen über Homosexualität abzubauen. Erste Erfahrungen mit
Schulaufklärung habe ich während eines Auslandsaufenthaltes in Norwegen gemacht,
damals noch in einem Projekt von Medizinstudenten. Bei SchLAu arbeite ich seit
August 2009 im Lokalprojekt in Köln und sammle dabei viele wertvolle Erfahrungen
im Kontakt zu den SchülernInnen. Als Sprecher bei SchLAu NRW möchte ich gerne
Aufgaben übernehmen, welche die Aufklärung in NRW voranbringen und damit ein
Gegengewicht zur leider wieder wachsenden Homophobie darstellen.
Durch einen Infostand bin ich 2004 auf die Aufklärungsarbeit
von SchLAu aufmerksam geworden
und bin seitdem davon überzeugt, dass Vorurteile und
Klischees gegenüber Schwulen und Lesben gerade in der Schule
angegangen werden müssen. Denn nicht umsonst gilt „schwul“
in der Schule als ein ganz geläufiges, normales Schimpfwort,
dem entgegengewirkt werden muss. Seither habe ich bei
SchLAu Aachen und
SchLAu
Düsseldorf Erfahrungen in der Aufklärungsarbeit sammeln
können und bin seit 2006 auch auf landesweiter Ebene tätig.
Mithilfe meiner sozialpädagogischen Anstellung in der
offenen schwul-lesbischen Jugendarbeit beim anyway Köln als
Teamleitung von SchLAu Köln
versuche ich unsere dort gemachten Erfahrungen und
Erkenntnisse in der sexualpädagogischen Aufklärungsarbeit
gemeinsam mit meinen KollegInnen von
SchLAu-NRW zu nutzen und
sinnvoll weiterzuverarbeiten. Zu meinen Aufgabenbereich als
Sprecherin gehört die pädagogische Teamunterstützung sowie
Supervision der einzelnen lokalen Projekte zur
Professionalisierung der ehrenamtlichen Aufklärungsarbeit.
Des Weiteren bin ich im Schwerpunkt für das Projekt „Schule
ohne Homophobie“ zuständig.
Durch mein Interesse, andere Schwule aber auch Lesben in
meiner Stadt kennen zu lernen, stieß ich auch auf die lokale
SchLAu-Gruppe in Bochum. Nach
einer kurzen Orientierungs- und Schnupperphase dort wurde
ich auf eine mögliche Tätigkeit auf Landesebene
angesprochen. Da ich diese Art von Vernetzung und
überregionaler Organisation, wie
SchLAu NRW sie leistet, für die einzelnen, lokalen
Projekte als sehr sinnvoll und wichtig erachte, entschloss
ich mich, einfach mitzumachen. Seit April 2009 bin ich nun
für SchLAu als Sprecher aktiv.
Weil ich selbst noch zur Schule gehe, finde ich die Idee,
schwullesbische Aufklärung mit dem Peer-to-peer-Gedanken zu
machen insofern reizvoll, als das Auseinandersetzen mit
Gleichaltrigen natürlich mein eigenes (schwules)
Selbstbewusstsein festigt, aber auch den Schülerinnen und
Schülern ein reales und authentisches Bild von Homosexuellen
und deren Leben vermitteln kann. Spaß macht mir die SchLAue
Arbeit, weil ich zum einen ganz persönlich durch die
Begegnung mit Anderen profitiere, als auch das Gefühl habe,
die Gesellschaft durch das Engagement bei
SchLAu ein Wenig
aufgeschlossener gestalten zu können. Meine Familie und
meine Freunde haben meine sexuelle Orientierung immer
unterstützt. Aber damit gehöre ich leider auch heute noch zu
der kleinen, glücklicheren Minderheit von geouteten Schwulen
und Lesben.